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Saint Petersburg

Saint Petersburg ist mit weit mehr als 200.000 Einwohnern die größte Stadt im Pinellas County, also auf Pinellas, der Halbinsel, die etwa auf halber Höhe der Westküste der Halbinsel Florida leicht in den Golf von Mexiko ragt. Die Bucht von Tampa auf der einen, der erwähnte Golf auf der anderen, zahlreiche Wasserstraßen in und um die Stadt ist Saint Petersburg ein perfektes Ziel für alle, die in ihrem Jahresurlaub eine Schönwettergarantie, warmes, erfrischende Meer, eine perfekte touristische Infrastruktur und die Annehmlichkeiten, die eine Großstadt bietet, miteinander kombinieren wollen.

Die Bürger der Stadt nennen sie liebevoll St. Pete, den nahen Strandort haben sie in den 90ern sogar offiziell in St. Pete Beach umgetauft, ohnehin hält man es hier mit praktischen Kürzeln. Den prächtige St. Petersburg Pier, großes, weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt, nennt man schlicht The Pier, hier befindet sich auch das touristische Herz des Ortes.

Wöchentliche Festivals, Bootvermietungen, ein Aquarium, Restaurants, Clubs, Fischereizubehör gibt es hier zentriert, als Zentrum dient der Pier bereits seit dem späten 19. Jahrhundert. Auch das ist eine Besonderheit an St. Petersburg: die Stadt existiert bereits seit weit über 100 Jahren. 1888 kam die Eisenbahn aus dem Norden bis hierhin, für Städte Floridas ein zentraler Moment des Aufstiegs, einer der Stadtgründer, Peter Demens, hatte lange in Russland gelebt und gewann eine kleine Wette mit dem Mitbegründer, der daraufhin das Recht erhielt, das erste Hotel vor Ort nach seiner Heimatstadt zu benennen: Detroit. Heute ist dises eine Wohnanlage, trotzdem gibt es Hotelanlagen im Ort, die seit gut 100 Jahren geöffnet sind.

Das spricht für die große Tadition St. Petersburgs als Urlaubsort, der Hafen mit Tiefwasserfahrrinne ist die zweite wichtige Einnahmequelle. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hält die Stadt ihre Einwohnerzahl in etwa, es ist also keine dieser touristischen Boomtowns, die nach wie vor in die Fläche hineinwachsen. Das würde hier auch gar nicht funktionieren.

Saint Petersburg

Saint Petersburg ©iStockphoto/felixmizioznikov

Ein zweiter, wohlverdienter Spitzname St. Petersburgs ist The Sunshine City, man spricht von durchschnittlich 360 Sonnentagen im Jahr, der Fakt, dass dieser Platz zu jenen in Florida zählt, die in den letzten Jahrzehnten stark als Altersresidenz genutzt wurde, hat ihr weitere, weniger nette Spitznamen eingebracht (God´s Waiting Room ist noch freundlich).

Die Skyline ist amerikanisch und schick, die Flagge zieren Regenbogenfarben und der ebenfalls im Ort lebende Pelikan, es gibt eine lebhafte Kunstszene und den größten städtischen Yachthafen im Südosten der USA. Es gibt zahlreiche meereswissenschaftliche Einrichtungen in St. Petersburg, mehrere Millionen urlaubender Gäste pro Jahr und mehrere durchaus wichtige Museen.

Die größte Sammlung von Arbeiten des Künstlers Salvador Dalí außerhalb Europas befindet sich hier in St. Pete, wer die Werke des weltberühmten Surrealisten noch nicht zu schätzen weiß, der lernt das allerspätestens hier. Das Museum beherbergt die riesige Sammlung des Industriellenehepaares Morse aus Cleveland, das persönlich mit Dalí befreundet war, der aktuelle, futuristische Bau ist im Januar 2011 eröffnet worden.

Ebenfalls eine gönnerhafte Spende an die Stadt ist das Museum of Fine Arts der Margaret Acheson Stuart, die Renoirs, Monets und Cézannes gesammelt hat, die in erster Linie locken, der eigentliche Schatz ist jedoch die berühmte Fotografiesammlung. Mehrere weitere offizielle Museen des Staates Florida sind in St. Petersburg angesiedelt, die Stadt ist aber längst nicht nur etwas für Kunstliebhaber.

Hier kommen auch Sportler aus der ganzen Welt vorzüglich auf ihre Kosten, es gibt Parks und Campingplätze, exotische Grünanlagen, einen sehr großen befestigten Rad- und Wanderkurs über Pinellas, spektakulär und nicht zu vergessen ist die gigantische, fast neun Kilometer lange Schrägseilkonstruktion Sunshine Skyway Bridge von St. Petersburg nach Terra Ceia, auf der die Autos in mehr als 50 Metern Höhe über das Meer fahren.


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