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Seen und Flüsse Floridas

Sunshine State – so wird Florida gerne, oft und vollkommen zu recht genannt. Hier gibt es Orte mit 360 Sonnentagen, wäre das Label nicht schon gedruckt, könnte man den Landzipfel im Südosten der USA auch gut und gerne Water State nennen. Im Osten der Atlantik, der Rest vom Golf von Mexiko umspült, traumhafte tropische und subtropische Inseln und Küstenlinien, zu denen noch die zahlreichen Gewässer im Landesinneren hinzu kommen.

Diese bilden ein dichtes Netz, sind Heimat einer wilden, abwechslungsreichen Natur und das berühmteste Gebiet wird natürlich von den Everglades im tiefen Süden Floridas gebildet. Das bereits in den späten 70ern des 20. Jahrhunderts durch die UNESCO zum Welterbe erklärte tropische Marschland hat eine unglaubliche Flora und noch unglaublichere Fauna mit Süß- und Salzwasserfischen, mehr als 350 Vogelarten, großen Säugern und Reptilien ist die Hauptattraktion es gibt aber noch weitere:

der Lake Okeechobee ist ein beinahe 1.900 km² großes, sehr flaches Gewässer, in dessen Südwesten die Everglades liegen. Nur zum Vergleich: es gibt nur zwei größere Seen, die komplett auf US-Gebiet liegen, der eine davon ist der Lake Michigan. Der Okeechobee ist von einem Damm umgeben, um Überschwemmungen vorzubeugen, ist ein wichtiges Wasserreservoire und von Sümpfen und Landwirtschaftsflächen zugewachsen; eine hübsche Gegend, die durchaus Campingplätze bietet, aber eher zwischen den Touristenzentren liegt.

Für Archäologen und Paläontologen ist der Little Salt Spring im Westen Floridas von großer Bedeutung. In dem Karsttrichter sind zahlreiche sehr alte Artefakte gefunden worden, konservierte menschliche und tierische Überreste, der gerade einmal 70 Meter im Durchmesser große See wird seit mehreren Jahrzehnten im nationalen Register historischer Stätten geführt, ähnlich wie Windover bei Titusville an der Atlantikküste, wo aus einem Sumpf 168 mehrere tausend Jahre alte Moorleichen geborgen wurden.

Eola See

Eola See ©iStockphoto/Arrangements-Photography

Im Zentrum Floridas liegt eine ganze Kette von Seen, Lake Griffin, Lake Eustis, Lake Harris und Lake George gehören dazu, die Crooked Lakes, und der Lake Apopka natürlich. Außerdem führt der Atlantic Intracoastal Waterway hierher, eine Netz schiffbarer Wasserwege, von Florida hoch in den Norden, der in den letzten Jahrhunderten zur infrastrukturellen Erschließung des Landes angelegt wurde.

Unter den Flüssen ist der Saint Johns River der längste Floridas und einer der ganz wenigen, die vom Süden in den Norden (und dort bei Jacksonville in den Atlantik) fließen. Eigentlich dümpelt er vor sich hin, es gibt hier Seekühe, Alligatoren, Raubvögel, am Übergang zum Meer Salz- und Süßwasserfische, gelegentlich sogar Delfine.

Das gilt auch für den mehr als 240 Kilometer langen Indian River, einen breiten ruhigen Strom, der ein wenig wirkt, als habe er die westliche Küstenlinie Floridas und damit die Urlaubsdomizile mit den Traumstränden von den Städten trennen wollen.


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