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Tallahassee

Der sogenannte „Sonnenstadt Florida“ gehört zu den beliebtesten Touristenzielen in den USA. Und wer im Norden des US-Bundesstaates unterwegs ist, sollte unbedingt dessen Hauptstadt Tallahassee einen ausgiebigen Besuch abstatten. Die Grenze zum benachbarten Bundesstaat Georgia ist gerade einmal 20 Kilometer entfernt. Deshalb sind auch die Einflüsse aus dem benachbarten Bundesstaat in den verschiedensten Ecken Tallahassees unübersehbar. Mit seinem angenehmen Kleinstadt-Charme abseits des großen Touristentrubels, der zum Beispiel den deutlich berühmteren Großstädten Miami, Orlando oder Jacksonville anhaftet, ist Tallahassee unter anderem auch bei den Familien mit Kindern und den Erholungssuchenden äußerst beliebt – auch, wenn die für Florida so typischen breiten Sandstrände am Meer fehlen. Das Klima in Tallahassee ist ganzjährig geprägt von milden Temperaturen und sehr hohen Niederschlagsmengen.

Vor allem in den Sommermonaten muss man in der gesamten Region immer mit einem kurzen Regenschauer rechnen. Der Weg zur Hauptstadt des Bundesstaates Florida war für Tallahassee ein sehr kurioser. Eigentlich hatten sich zur Gründung des Bundesstaates im Jahr 1845 Pensacola und St. Augustine, die damals größten Städte der Region, als erste Hauptstadt beworben. Da allerdings bei den Entscheidungsträgern keine Einigung erfolgen konnte, wurde zwischen den beiden Städten einfach eine ganz neue Stadt gegründet: Tallahassee. Diese wurde dann auch gleich zur Hauptstadt von Florida ausgerufen. Seit ihrer Gründung erlebte die Stadt ein schrittweises Wachstum. Und sie wächst weiter. Vor allem immer mehr junge Leute aus den gesamten Vereinigten Staaten zieht es nach Tallahassee. Schließlich verfügt die beliebte Universitätsstadt über vier Hochschulen. Mit mehr als 40.000 Studenten ist die Florida State University die mit Abstand größte Hochschule der Stadt.

Viele Sehenswürdigkeiten in Tallahassee

Tallahassee hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der wohl beliebteste Anziehungspunkt in der 180.000-Einwohner-Stadt ist der Alfred B. Maclay Gardens State Park. Das weitläufige Areal, das ganzjährig geöffnet ist, bietet einen wunderschönen Einblick in die artenreichen Naturlandschaften der gesamten Region. Zu dem sehenswerten Park gehören neben einem großen Waldgebiet auch einige wunderschöne Gärten und einen äußerst idyllischen See, der von großen Wiesen umgeben ist. Hier finden sowohl Einheimische als auch Touristen aus der ganzen Welt die willkommene Entspannung. Wer den Park zwischen Januar und April besucht, erlebt hier die Blüte der mehr als 200 unterschiedlichen Blumensorten in den prächtigsten Farben. In dieser Zeit hat der Alfred B. Maclay Gardens State Park erfahrungsgemäß die meisten Besucher. Der Park ist täglich von 8 Uhr bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Auch neben dem großen Alfred B. Maclay Gardens State Park ist Tallahassee von zahlreichen Parks und Naherholungsgebieten geprägt.

Tallahassee

Tallahassee ©iStockphoto/SeanPavonePhoto

So ziehen unter anderem der Cascades Park oder das Stadtwäldchen Governor’s Park täglich tausende Einheimische und Touristen in ihren Bann. Wer in Tallahassee unterwegs ist, sollte sich außerdem auch viel Zeit für einen entspannten Bummel durch den historischen Stadtkern nehmen. Der lohnt sich auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit. Schließlich warten hier viele kleine und große Sehenswürdigkeiten. Ein sehr wichtiger Anlaufpunkt für die Besucher der Innenstadt von Tallahassee ist die First Presbyterian Church. Die älteste Kirche der Stadt verfügt seit einigen Jahren über eigene Sonnenkollektoren und damit auch über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Schließlich erzeugt sie damit als eine von nur wenigen Kirchen in den gesamten USA einen Teil seiner eigenen Energie selbst. Insgesamt sind in der Stadt sogar 120 verschiedene Kirchen der unterschiedlichsten Konfessionen zu finden. Das idyllisch gelegene St. Marks Lighthouse, das sich am Rande der Innenstadt befindet, gehört zu den beliebten Fotomotiven in der Stadt.

Zahlreiche Museen geben Einblicke in die Historie der Sklaverei

Die Hauptstadt von Florida ist außerdem für seine vielen spannenden Museen berühmt. So kann man im Tallahassee Museum für Geschichte und Naturwissenschaft in der Nähe des Stadtzentrums dank einer originalgetreuen Farm aus dem Jahr 1880 in das späte 19. Jahrhundert eintauchen. Außerdem erfährt man hier viel über die spannende Geschichte der Region vom 19. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart. Das nicht weit entfernte Riley House Museum ist der Freiheitsbewegung der schwarzen Bevölkerung gewidmet. Das ehemalige Wohnhaus von John Gilmore Riley, der einer der prominentesten Vertreter der afro-amerikanischen Bewegung war, gehört zu den wichtigsten historischen Plätzen der USA. Im Knott House Museum dreht sich zudem alles um die Geschichte der Sklaverei in der Region und die Befreiung der Sklaven im Jahr 1865. In dem historischen Haus können unter anderem verschiedene wertvolle viktorianische Möbel besichtigt werden.

Das alte und das neue Capitol: Die berühmten Wahrzeichen von Tallahassee

Die weit über die Bundesstaatsgrenzen von Florida berühmten Wahrzeichen von Tallahassee sind das alte und das neue Capitol. Das erst im Jahr 1978 gebaute Florida State Capitol im Herzen der Stadt in der S. Monroe Street ist der Sitz des Senats. Von der großen Aussichtsgalerie in der 22. Etage aus hat man einen wunderschönen Panoramablick über die gesamte Stadt und die Region. Die beeindruckende Galerie steht allen Besuchern während der Öffnungszeiten offen. Außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten wird zu jeder vollen Stunde eine kostenlose 45-minütige Führung durch das Capitol angeboten. Direkt neben dem Florida State Capitol befindet sich das „Old Capitol“, das heute als das Florida Historic Capitol Museum bekannt ist. Der sehenswerte weiße Kuppelbau, der im Jahr 1902 umfassend restauriert wurde, ist täglich geöffnet und ein echtes Muss für Talahassee-Besucher. Der Eintritt in das Museum ist frei. Wer mehr über die wechselvolle Historie von Florida erfahren möchte, ist in der umfangreichen Ausstellung genau richtig. Einen umfassenden Blick in die Historie Floridas bietet auch das große Herrenhaus des Gouverneurs. Das sogenannte „Haus des Volkes“ ist der Sitz des Gouverneurs von Florida. Im Rahmen einer geführten Tour kann jeder Besucher das Haus für sich entdecken.

Spektakuläre Naturereignis: Die Wakulla Springs

Auch die Umgebung von Tallahassee ist äußerst sehenswert. Hier findet garantiert jeder Besucher das passende Ausflugsziel. Etwa 20 Kilometer vor den Toren der Stadt befinden sich inmitten eines großen Naturparks die atemberaubenden Wakulla Springs. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 40.000 Litern pro Sekunde gehört die Quelle des Wakulla River zu den tiefsten und größten Süßwasser-Quellen der Welt. Dieses spektakuläre Naturereignis, das täglich von 8 Uhr bis zum Sonnenuntergang besucht werden kann, sollte man sich nicht entgehen lassen. Bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot kann man in dem Wakulla Springs State Park die artenreiche Tier-und Pflanzenwelt für sich entdecken. Schließlich haben sich in dem riesigen Naturpark neben unzähligen Fischen und Schildkröten auch Alligatoren oder mehr als 180 Vogelarten angesiedelt. Auf verschiedenen Wanderwegen kann man den Park auch zu Fuß erkunden. Filmfreunden aus aller Welt werden die Wakulla Springs sicher sehr bekannt vorkommen. Kein Wunder: Schließlich wurde hier der Ur-Tarzan mit dem legendären Johnny Weissmüller gedreht. Wie in den meisten Parks in Florida üblich, stehen den Besuchern auch im Wakulla Springs State Park jede Menge Picknick-Bereiche zur Verfügung. In der Umgebung der Stadt kommen auch Hobbysportler und Aktivurlauber voll auf ihre Kosten. Die kleinen und großen Flüssen oder Seen bieten unter anderem viel Platz für Kanutouren. Auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen sind Mountainbiker und Wanderer sehr gut aufgehoben, egal ob sie erfahrene Wanderer oder Mountainbiker sind oder Anfänger.

Natural Bridge Battlefield State Park

Etwa 20 Kilometer südlich von Tallahassee befindet sich mit dem Natural Bridge Battlefield State Park ein weiteres beliebtes Ausflugsziel. Hier fand der amerikanische Bürgerkrieg am 6. März 1865 mit dem Sieg der Konföderierten sein Ende. Die entscheidende Schlacht um die „Natural Bridge“ wird jährlich am 6. März auf dem großen Schlachtfeld nachgestellt. Während des großen Bürgerkrieges war Tallahassee die einzige Stadt, die von den Truppen aus dem Norden nicht besetzt wurde. Darauf sind die Einwohner der Stadt noch heute sehr stolz. Etwa 40 Kilometer von Tallahassee entfernt befindet sich die Pebble Hill Plantation. Die ehemalige riesige Baumwollplantage im Süden von Georgia dient heute als großes Museum. Im Rahmen einer geführten Tour kann man hier einen Einblick in die wechselvolle Historie der Plantage gewinnen. Berühmt ist die gesamte Region Tallahassee auch für seine durch mit Epiphyten baldachinartig zugewachsenen alten Eichen gesäumten Straßen. Auf den sogenannten Canopy Roads hat man das Gefühl, als würde man durch einen grünen Tunnel durch die üppige Vegetation fahren.

Vom exklusiven Fünf-Sterne-Hotel bis zum Zeltplatz: Unterkünfte für jeden Geschmack

Für die Besucher aus der ganzen Welt gibt es in Talahassee und Umgebung unzählige Unterkünfte für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel. Neben einigen exklusiven Fünf-Sterne-Hotels für gehobene Ansprüche gibt es in der Region auch viele kleine private Ferienwohnungen und zahlreiche Zeltplätze in der Natur. So kommt ganz sicher jeder Tourist voll auf seine ganz persönlichen Kosten. Mit dem im Jahr 1961 eröffneten Talahassee International Airport verfügt Talahassee über einen modernen Verkehrsflughafen. Der wird regelmäßig von den großen us-amerikanischen Fluggesellschaften angeflogen. Mit dem Auto ist Tallahassee am besten über die Interstate 10 erreichbar. Auch bei vielen Fernbus-Anbietern steht Talahassee natürlich mehrmals am Tag auf dem Fahrplan.


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