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Coral Springs

Auf dem Reißbrett geplant und dem Sumpf abgetrotzt

Coral Springs ist ein repräsentatives Produkt visionärer Ansiedlungsplanung und beeindruckender Bautechnik. Die Stadt entstand dort, wo der us-amerikanische „Sonnenscheinstaat“ Florida am schönsten sein soll: im äußersten Südosten und ganz in der Nähe der Metropolen Miami und Fort Lauderdale. Seit der Gründung 1963 hat Coral Springs eine atemberaubende Entwicklung genommen und gehört heute zu den „Perlen“ Floridas.

Coral Springs – Wunderschönes Wohnen, wo früher nur Wildnis war

Das Coral Springs einmal eine moderne (Groß-)Stadt mit hoher Lebensqualität, hervorragender Infrastruktur sowie renommierten Kultur- und Sporteinrichtungen werden würde, hätten sich noch Mitte des 20. Jahrhunderts selbst kühnste Utopisten nicht träumen lassen. Wo sich inzwischen längst schicke Wohngebiete und eine attraktive City erstrecken, befand sich, im Westen des Broward County, eigentlich nur wenig einladende Wildnis. Der Landbesitzer Henry Lyons soll sich zwar alle Mühe gegeben haben, Teile seines sumpfigen Geländes aufzubereiten und wenigstens für den Anbau von Bohnen nutzbar zu machen. An eine Wohnbebauung war aber (noch) nicht zu denken.

Coral Springs

Coral Springs ©iStockphoto/SimeonDonov

Coral Springs – Das Projekt eines wagemutigen Immobilienmaklers

Lyons Erben setzten die aufwendige Entwässerung und Urbachmachung des Areals fort und profitierten dabei vom forcierten Kanalbau im tiefen Süden Floridas. Aber es musste erst ein wahrer Pionier und wagemutiger Mann wie der Immobilienmakler James Hunt erscheinen, um die Grundlagen für eine in jeder Hinsicht erstaunliche Erfolgsgeschichte zu schaffen. Hunt hatte erkannt, woran es gerade im Süden des immer begehrter werdenden Bundesstaates Florida fehlte: an geeignetem Bauland nämlich. Im Broward County waren Grundstücke knapp geworden, die Nachfrage dagegen stieg unaufhörlich.

Mit Weitsicht, Dollars und Durchsetzungswillen in Coral Springs

Unter den nimmersatten Immobilien-„Haien“ war Hunt derjenige, der das Potential der Gegend richtig einschätzte und das Risiko nicht scheute. Er sorgte mit seiner Firma „Coral Ridge Properties“ dafür, dass eine riesige Lawine der friedlichen Landnahme in Gang kam. Letztlich wurde Coral Springs am Reißbrett „geboren“ und dem tropischen Marschland der berühmten Everglades abgetrotzt. Dabei bewiesen Hunt und seine hartnäckigen Mitstreiter nicht nur Weitsicht und Durchsetzungswillen, sondern auch excellente Kenntnisse der Gesetzeslage in Florida.

Mammutunternehmen begann mit drei Holzhütten

Eine Million Dollar ließ Hunt springen, um Coral Springs auf die Sprünge zu helfen. So viel bezahlte er nämlich für 16 Quadratmeterkilometer Land rund um Henry Lyons einstiges Bohnengebiet. Die Firma fing klein an, um dem geplanten Mammutunternehmen schnell einen offiziellen Anstrich zu verleihen: Auf der soeben erworbene Areal wurden kurzerhand drei schlichte Holzhütten gesetzt, und vier völlig von der Sache überzeugte Mitarbeiter nahmen dort ihren Wohnsitz. Und schon waren im Juli 1963 die bürokratischen Bedingungen für die Registrierung einer neuen Gemeinde erfüllt.

Ort aus der Retorte nahm schnell Formen an

Diese wundersame Geschichte wird in Coral Springs immer noch gern und ausgiebig erzählt. Damals freilich steckte das ganze Projekt noch in den Kinderschuhen. Dass aber, wieder bildhaft gesprochen, Siebenmeilenstiefel daraus werden sollten, zeichnete sich bald ab. Das Konzept der Firma sah vor, nach und nach eine Stadt mit mindestens 50 000 Einwohnern zu zu schaffen. Noch im selben Jahr gelang es, über 500 mittlerweile taugliche Grundstücke abzusetzen. Im Jahr darauf, das Projekt hatte sich herumgesprochen, wurden Hunt und Co. weitere rund 1000 erschlossene Areale los. Der Ort aus der Retorte nahm Formen an.

Coral Springs – Bald war das Wachstum der Stadt kaum aufzuhalten

Und weil gleichzeitig auch eine funktionierende Verwaltung installiert wurde, personell praktischerweise mit Hunt-Leuten bestückt, und auch der Straßenbau energisch vorangetrieben wurde, ging es in den Folgejahren munter bergauf. Coral Springs rückte in den Rang einer „richtigen“ Stadt auf, und da durften ein gewichtiger Sheriff und weitere Polizeimänner nicht außen vor bleiben. Vor allem in den 1970er-Jahren war das Wachstum kaum aufzuhalten. Im Zuge des stetigen Zuzugs von Neubürgern entstanden immer mehr Geschäfte, Schulen, Sportanlagen und manches mehr.

Ideale Lage und zuverlässige Verkehrsanbindung

1980 zählte die Stadt etwa 38 000 Einwohner, zehn Jahre später waren es mehr als doppelte so viele. Heute wohnen rund 130 000 Menschen in Coral Springs. Und es sind wohl nicht die ärmsten Amerikaner, die hier, auf der vom Wettergott verwöhnten Halbinsel nahe dem Golf von Mexiko, eine schmucke Bleibe gefunden haben. Die ideale Lage und eine in jeder Hinsicht zuverlässige Verkehrsanbindung machen Coral Springs auch für Touristen zu einem interessanten Ziel, wenngleich die Stadt kein typisches Urlaubsdomizil darstellt.

Ganz in der Nähe von Miami und Fort Lauderdale

Corals Springs liegt nordwestlich von Fort Lauderdale, dem wesentlich älteren „Venedig Amerikas“. Hier befindet sich auch, nur etwa 20 Kilometer entfernt, der nächste Flughafen: Fort Lauderdale – Hollywood International Airport. 45 Kilometer weiter südlich beginnt schon die Stadtgrenze Miamis, der nach Jacksonville zweitgrößten Stadt des Bundesstaates. Miami ist allerdings nicht, wie viele meinen, die Hauptstadt Floridas. Das ist, wesentlich weiter im Norden, nach wie vor Tallahassee. Coral Springs gehört zur Metropolregion Miami, in der insgesamt rund 5,5 Millionen Menschen leben.

Zentrum für darstellende und bildende Kunst in Coral Springs

In der Stadt wird ein reichhaltiges Kulturleben gepflegt. Die größten und bekanntesten Einrichtungen sind aufgrund ihrer abwechslungsreichen Angebote auch Anziehungspunkte für auswärtige Besucher: das Coral Springs Center for the Arts und das Coral Springs Museum of Art. Die Verbindung drückt sich nicht nur in den Namen aus. Theater und Museum befinden sich auch räumlich dicht beieinander. Entstanden ist das viel frequentierte Zentrum der darstellenden und bildenden Kunst aus einem 1990 begonnenen City-Projekt, das vorwiegend als Freizeit- und Erholungseinrichtung für die Bürger gedacht war. Jährlich rund 200 000 Besucher sind ein deutlicher Beweis für die Beliebtheit des Zentrums.

Theater, Tanz, Musik und mehr am laufenden Band in Coral Springs

Das Center for the Arts bietet eine einzigartige Programmvielfalt für jeden Geschmack und jede Altersklasse. Hier kennen die Künste keine Berührungsängste. Die umfangreiche Palette reicht von Rockkonzerten und professioneller Comedy über anspruchsvolles Schauspiel und Boulevardtheater bis hin zu Ballettaufführungen und bunten Unterhaltungsshows. Namhafte Sänger und Schauspieler sind hier ebenso zu erleben wie Tourneetheater und Broadway-Musicals. Gastronomie, Tagungsräume und ein Tanzstudio komplettierten das umfangreiche Angebot.

Kunst in Coral Springs für alle und auch zu therapeutischen Zwecken

Das Anfang 1997 gegründete Kunstmuseum verfolgt verschiedene Ziele. Zum einen verfügt es über eine sehenswerte Dauerausstellung, die auch Teile des Außengeländes umfasst. Zu den Highlights im Outdoor-.Bereich gehören der „Internationale Friedensgarten“ mit Skulpturen und Mosaiken sowie eine Installation, die ganz den Everglades gewidmet ist. Zum anderen bietet das Museum eine Fülle von Kursen, Bildungsprogrammen sowie spezielle therapeutische Maßnahmen zur Bewältigung von Beeinträchtigungen. So gibt es beispielsweise Veranstaltungen für autistische Kinder, von Demenz betroffene Ältere oder Menschen mit Traumata. – Das Museum ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet; jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Zypressen-Park und Klinik für wilde Tiere

Naturliebhaber kommen in Coral Springs und Umgebung auf ihre Kosten. Die „Tall Cypress Natural Area“ umfasst rund 66 Hektar und vermittelt einen atemberaubenden Einblick in die ursprüngliche Pflanzen- und Tierwelt des Broward County. Im Blickpunkt stehen unter anderem mächtige Zypressen und alles, was unter den ausladenden Blätterdächern wächst und lebt, einschließlich Schlangen und Alligatoren. Es gibt Kinder- und Gruppenprogramme sowie Nachtwanderungen. Im „Sawgrass Nature Centre“ finden verletzte und verwaiste Wildtiere Behandlung und Bleibe. Besichtigungs- und Umweltprogramme sind besonders auf Kinder zugeschnitten. Florale Spezialität: prächtige Orchideen.

Der Sport hat das Wort: Angebote im Grünen in Coral Springs

Für Bewegungswillige eröffnen sich Coral Springs etliche Möglichkeiten. Die bekannteste und größte Sportanlage befindet sich zwischen dem Royal Palm Boulevard und der Sample Road: das Sportplex. Auf über 180 Hektar sind der Aquatic Complex, das Tennic Center sowie Wander- und Joggingwege untergebracht. Auf dem Aqua-Gelände gibt es vier Schwimmbecken, zum Teil mit Olympiamaßen, Extrapools für Kinder, ein Tauchbecken sowie ein gut ausgestattetes Fitnesscenter. Auf die Anhänger des „weißen Sports“ warten zwölf Top-Plätze. Qualifizierte Trainer geben bei Bedarf Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Zum Sportplex gehören auch Spielplatz, Picktische und ein Hundepark.


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